Fachbereichsarbeit

Details

Eine Fachbereichsarbeit schreiben


1. FBA und Wahl der Matura-Gegenstände für die mündliche Matura:
FBA / 3 schriftliche / 3 mündliche Teilprüfungen (davon 1 zur Fachbereichsarbeit). Im Wirtschaftskundlichen Realgymnasium muss eine mündliche Teilprüfung aus Fächergruppe D gewählt werden (GSK BU PP, Inf, Ök). Im Realgymnasium: mind. 1 Fach aus Gruppe B oder C. Siehe auch Information auf der Homepage www.abendgym.tsn.at

Die obligate Präsentation der Arbeit im Rahmen der mündlichen Reifeprüfung stellt keine simple Inhaltsangabe dar, sondern vielmehr eine problemorientierte Vorstellung, an die sich ein Gespräch anschließt, das allerdings weniger abprüfend als dialogisch verlaufen sollte. Die Präsentation kann auch mittels PowerPoint vorbereitet werden.


Die mit der Präsentation verbundene Umfeldfrage sollte sich auf einen oder mehrere Gesichtspunkte der FBA beziehen und Gelegenheit bieten, den einen oder anderen Aspekt noch einmal zu unterstreichen, auf eventuelle Defizite zuzugehen oder eine Schwachstelle auszumerzen oder einen zusätzlichen Gesichtspunkt einzufügen. Es kommt dann noch die Kernstoff-Frage dazu (2 Fragen gestellt, eine gewählt), sodass die mündliche Prüfung mit FBA um 10 Minuten länger dauert, also: 25 Minuten.


2. Zielsetzungen einer FBA: vernetztes Denken, Problemlösungskapazität, Leistungsfreude, Kritikfähigkeit…


Kurzgefasst:

  • Schwerpunktartiges Erfassen von Sachverhalten und Problemen, ihren Ursachen und Zusammenhängen
  • Exaktes Beobachten und Wahrnehmen
  • Logisches und kritisches Denken
  • Klare Begriffsbildung und sinnvolle Fragestellung
  • Differenziertes schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Fähigkeit zum Aufsuchen angemessener und geeigneter Informationsquellen und ihrer sachgerechten Nutzung
  • Beherrschung grundlegender Lern- und Arbeitstechniken (exzerpieren aus Sekundärliteratur, richtiges zitieren, Erstellen eines Inhaltsverzeichnisses, einer Bibliographie = Literaturverzeichnis)

Umfangreicher ausgedrückt: Die Aufgabe einer Fachbereichsarbeit besteht darin, „in der Durchführung einer angemessenen Themenstellung“ zu zeigen, dass der Kandidat dazu befähigt ist, Sachverhalte und Probleme in ihrer Vielschichtigkeit, ihren Ursachen und Zusammenhängen zu erfassen sowie ihre Verbindung mit anderen Sachverhalten und Problemen zu erkennen. Resümierend sollten jene Verfahrensweisen, Fertigkeiten und Arbeitshaltungen geübt werden, welche die Universitäten lange Zeit als Defizite der AHS-Ausbildung beklagten: Das Aufstöbern und der sinngemäße Umgang mit Sachbüchern, die Fähigkeit, diese Bücher verständnisvoll zu exzerpieren und angemessen zu kompilieren, problemorientiertes Lesen, eigenständige und dialektische Denkfähigkeit, differenziertes Urteilsvermögen, griffige Argumentationsstrategien und die Fähigkeit zu selbstständigem und verantwortlichem Handeln sowie eine seriöse Arbeitshaltung.


Umfang: ca. 25 Seiten. Thema-Findung in Absprache mit Lehrer/in.
Antrag mittels Formular sowie einer Beilage mit einer Disposition. Die verlangte Disposition sollte unter allen Umständen punktförmig erfolgen. Zustimmung des Landesschulrats ist erforderlich und wird von der Direktion eingeholt.


Termine: Genaue Fristen sind einzuhalten. Themenfindung in Absprache mit Prüfer/in kann schon im 6. Semester erfolgen. Antragstellung spätestens in den ersten 3 Wochen des 7. Semesters mit Formular in der Direktion. Abgabe: bis spätestens 3. Woche des 8. Semesters.
Während der Abfassung der FBA: Betreuung durch Lehrer/in (mindestens 5 Kontakte per Mail bzw. Gespräche). Führung eines Begleitprotokolls durch den/die Kandidat/in, das den Verlauf und die Betreuung dokumentiert. Dieses ist mit der FBA abzugeben.


3. Beurteilungskriterien:
a) Arbeitsmethode: Themenfindung, Materialbeschaffung, Planung und Arbeitsweise
b) Aufbau der Arbeit (Gliederung, Struktur. Klarheit und Genauigkeit der Gedankenführung. Äußere Struktur (Inhaltsverzeichnis,Hauptkapitel,Literaturverzeichnis. Anhang)
c) Inhalt (Themen- und Problemerfassung. Grad der Vollständigkeit. Sachrichtigkeit. Eigenständigkeit in der Darlegung des Themas.
d) Sprachliche und formale Gestaltung (sprachlicher Ausdruck. Sprach- und Schreibrichtigkeit. Formales: Schriftbild, Einteilung, Layout)
e) wissenschaftliches Arbeiten (zitieren mittels Fußnoten oder Endnote. Alphabet. Literaturverzeichnis, gegliedert in Primär-, Sekundärliteratur, Internetadressen. Einhalten der gewählten Zitierweise.


Siehe: Leitfaden für das Schreiben einer FBA
http://schule.salzburg.at//fachbereichsarbeiten/fba.pdf (07. Januar 2011)