Im Matura-Fernstudium braucht es eine gute Zeiteinteilung

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Lisa-Maria Wagner, 27, Innsbruck Berufssoldatin beim Österreichischen Bundesheer seit 2007, derzeit in der Wehrdienstberatung/ Rekrutierung in Innsbruck tätig
 
Ich habe mich für das Abendgymnasium entschieden, da es zeitlich für mich als Berufssoldatin mit einer Arbeitszeit von 41 Wochenstunden nicht möglich war, eine Tagesschule zu besuchen. Nur die Schulzeiten des Abendgymnasiums lassen sich mit meinem Job vereinbaren.
 
Die größte Herausforderung im Matura-Fernstudium ist sicherlich die zeitliche Einteilung, da sehr viel zuhause erledigt werden muss. Um dies zu bewältigen, hilft mir ein straffer Zeitplan. Nach meinem Dienst fahre ich nun zweimal die Woche nicht nach Hause, sondern in die Schule. An den restlichen Tagen ist neben dem Sport Lernen angesagt, auch an den Wochenenden. Was mir neben einer genauen Zeiteinteilung weiterhilft, ist der Rückhalt meiner Klasse: Wir lösen auftretende Probleme oft gemeinsam.
 
Das Durchhalten in schwierigen Phasen, gerade zum Schulschluss oder vor einer vorgezogenen Teilreifeprüfung, schaffe ich wiederum durch konsequente Zeiteinteilung. Von meinem Arbeitgeber bekomme ich dabei guten Rückhalt. Besonders in diesen Phasen ist es wichtig, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und die Nerven nicht wegzuschmeißen.
 
(Voll-)Berufstätige sollten sich meiner Meinung nach darauf einstellen, dass der Unterricht, auch wenn dieser im Fernstudium nur zweimal die Woche bis 22 Uhr stattfindet, doch einiges abverlangt. Noch dazu sinkt abends die Konzentration nach einem harten Arbeitstag schneller.
 
lisawagner arbeitiiDas Besondere am Abendgymnasium ist unter anderem das modulartige Absolvieren der Fächer. So kann man, wenn sich das volle Programm privat oder beruflich mal nicht mehr vereinbaren lässt, ein Semester „pausieren“ oder nur „ein paar“ Module belegen, und so die Reifeprüfung mit längerer Studienzeit doch noch absolvieren. Es fallen dabei keine zusätzlichen Kosten an, was sicherlich ein weiterer Vorteil ist. Zudem sind die Klassen altersmäßig gut durchgemischt und man wird beim Einstieg auch von Seiten der Lehrenden unterstützt.

Was ich nach meiner Reifeprüfung machen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Man bekommt durch verschiedene Schulveranstaltungen die Möglichkeit, sich die eine oder andere Studienrichtung anzuschauen. Mein Ziel ist es, in erster Linie die Reifeprüfung zu absolvieren. Alles andere wird sich im Laufe der Zeit ergeben. Was ich persönlich sehr wichtig finde, ist, dass man – wenn man sich einmal für das Abendgymnasium entschieden hat – auch wenn es mal stressig wird, den Kopf nicht hängen lässt, sich durchbeißt und sich auf das persönliche Ziel konzentriert.