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Zeit für die Zeitung Bericht

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4F, D-Schularbeit / Reportage

26.06.2009

Zeit für die Zeitung

Die Fernstudienklasse einer Innsbrucker Abendschule arbeitet im

Deutschunterricht am Projekt „Schüler machen Zeitung“ und gestaltet

gemeinsam eine ganze Seite in der Tiroler Tageszeitung.

Zwischen den unterschiedlichen Klingeltönen der vielen Telefonapparate hört man wieder

den Signalton einer eingehenden E-Mail. Den Hörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt,

werden schnell wichtige Notizen auf einen bereitgelegten Block geschrieben. Unter den

unzähligen Stimmen erklingt das vertraute Geräusch eines Kaffeelöffels, welcher beim

Umrühren des Heißgetränks gleichmäßig gegen die Innenseite der Tasse klopft. Das fast

tägliche Bild in einem Redaktionsbüro der Tiroler Tageszeitung. Unter die fix angestellten

Journalisten haben sich heute Nachmittag die Studierenden einer Fernstudienklasse

gemischt. Sie arbeiten eifrig am Projekt „Schüler machen Zeitung“, in welchem sie eine

ganze Seite der Tageszeitung gestalten dürfen. Den vorbereiteten Texten und Fotos wird

heute in der Redaktion der letzte Feinschliff verpasst.

Die Tiroler Tageszeitung (kurz TT) wurde 1945 gegründet und ist Tirols reichweitenstärkste

Tageszeitung. Mit einer täglichen Druckauflage von knapp 110.000 Exemplaren erscheint

das Blatt in drei lokalen Ausgaben. Weitere statistische Daten zum Unternehmen erhalten

die interessierten Studierenden in einem kurzen Film und von einem der dienstältesten

Mitarbeiter der TT, Peter Hörhager. „Ich bin erstaunt über den enormen Einsatz und die

äußerst gute Qualität der Texte dieser jungen Leute“, so Hörhager zur Arbeit der „Hobby-

Journalisten“. Hörhager unterstützt die Klasse bei diesem Projekt und erklärt auch das

Computerprogramm, welches für die Finalisierung der Seite benötigt wird.

Seit gut zwei Monaten arbeiten die acht Studierenden mit ihrem Professor an diesem

Projekt. „Als ich ihnen zu Semesterbeginn von unserem Vorhaben erzählt habe, waren alle

sehr erfreut darüber“, erzählt der Deutschprofessor Hansjörg Manzl dem TT-Mitarbeiter mit

einem strahlenden Gesichtsausdruck. Nach intensivem Einarbeiten in die erforderlichen

Textgattungen wurden die jeweiligen Gruppen für die unterschiedlichen Aufgaben eingeteilt.

Themenmäßiger Schwerpunkt der Arbeit ist Erwachsenenbildung. In den verschiedenen

Berichten, Kurzmeldungen, Kommentaren und Interviews berichten die Studierenden, aber

auch Prominente, über ihre Erfahrungen zum Thema Bildung und Beruf. „Eine besondere

Herausforderung waren natürlich die Interviews mit den Prominenten“, erinnert sich Dominik

Correoso, einer der Studierenden. „Viele Mails an bekannte Persönlichkeiten blieben leider

unbeantwortet. Trotzdem ist es uns gelungen, interessante Antworten auf unsere Fragen von

Personen des öffentlichen Lebens zu bekommen“, so Correoso weiter. „Jeder von uns hat

zusätzlich zur Arbeit und Schule noch sehr viele Stunden in dieses Projekt investiert. Alle

haben ihre Aufgaben sehr ernst genommen und haben ständig an einer Verbesserung ihrer

Texte gearbeitet“. Etwas enttäuscht zeigt sich der Klassensprecher über so manchen

Schulkollegen, welcher sich freiwillig für bestimmte Positionen gemeldet hat, dann aber

abgesprungen ist und den Rest der Klasse hängen ließ.

Für eine kleine Stärkung werden Lunch-Pakete in mit einem TT-Logo verzierten

Papiersäckchen bereitgestellt. In der kurzen Pause wird beim Verzehr der Wurstsemmel

über die nicht gerade einfache Tätigkeit des Journalismus geplaudert. „Einen Text ins

vorgeschriebene Layout einpassen ist fast aufwändiger als einen Text zu verfassen“, hört

man scherzhaft aus der Runde. Manchmal sind die vorbereiteten Texte etwas zu lang, oder

die Überschrift ist zu kurz. Dazu müssen noch passende Untertitel für die eingebetteten

Fotos gefunden werden. Schwierigkeiten, mit denen wohl kein(e) Studierende(r) gerechnet

hat. Noch schnell einmal vom Schokoriegel abbeißen, bevor sich alle wieder hinter die

Tastaturen klemmen und die Arbeit zu Ende bringen. Kritische Blicke und ein Kopfschütteln

sind unübersehbare Zeichen dafür, wie unzufrieden der eine oder andere mit seinem Werk

ist. Hörhager blickt seinen Schützlingen noch einmal über die Schultern und gibt ihnen die

letzten nützlichen Hinweise. Wiederum lobt er den Einsatz und die wirklich grandiose Arbeit

jedes Einzelnen.

Noch schnell die aktuellen Änderungen speichern, bevor die gemeinsam gestaltete Seite für

die Veröffentlichung in den nächsten Tagen freigegeben wird. Voller Stolz betrachtet die

gesamte Klasse ihr fertiges Werk am Bildschirm. Alle freuen sich schon darauf, die

gelungene Produktion im Laufe der kommenden Woche abgedruckt in den Händen halten zu

können.

hck

Versuch eines Portfolios (5F 2003/4)

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Versuch eines
PORTFOLIOS
in Französisch



Einleitung
Deckblätter
Inhalt
Texte
Reflexionen








Fernstudienklasse 5F 2004

Projektleitung:
Michaela Schellhorn

Abendgymnasium Innsbruck

Portfolio d'Ecriture et de la Lecture

« Le portfolio est la fenêtre dans l'esprit de l'auteur »



Was ist ein Portfolio?

Ein Portfolio ist eine Form der direkten Leistungsbeurteilung. (Künstler, Journalisten)
Das Portfolio ist eine sorgfältig geplante, gut gegliederte und reflektierte Sammlung von Lernergebnissen. (Lissmannn)
Das Portfolio ist eine Sammlung von Beweismitteln, die zeigen, dass SchülerInnen bestimmte Ziele erreicht haben bzw. auf welcher Stufe des Weges sie sich befinden. (Brunner)

Was kommt in ein Portfolio?
(Seminar Portfolio, November 2003)

  1. Persönlich gestaltete Titelseite/Mappe
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Brief an den Leser
    Allgemeine Überlegungen zum Portfolio (Zweck, Inhalt, Arbeitsweise, Prozess, Lernzuwachs, erreichte Lernziele, Stärken und Schwächen...)
  4. Bunte Sammlung von Arbeiten
    • Arbeitsergebnisse (Schularbeiten, bestimmte Projekte...)
    • Selbst gewählte Arbeiten (die bestimmte Stärken oder erreichte Lernziele zeigen)
    • Besonders interessante Arbeiten (beste, besonders schwierige, inhaltlich interessante...)
    • Arbeiten, die außerhalb des Unterrichts auf Initiative des Schülers entstehen
    • Leselisten
    • Lesetagebuch? (Auszüge)
    • Rückmeldungen des Lehrers
    • Prozesspaket(e) (alle Stadien einer Arbeit)
    • Audiokassetten, Fotos, Videoaufzeichnungen einer Präsentation...
  5. Schülerreflexionen zu den einzelnen Arbeiten
    zum Beispiel: Welche Lernziele kann ich anhand dieser Arbeit belegen?
    Persönliche Reflexionen zu Lernfortschritten, Prozess, Motivation, Arbeitsweise,...

Wege eines Flüchtlings bis zum Asyl

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Stadtrundgang in Innsbruck zum Thema - Wege eines Flüchtlings bis zum Asyl, Dienstag 23.11.2010

Im Rahmen des Themas Lernen in Projekten und Interkulturelles Lernen als Teil unseres Schulprofils, haben sich viele Klassen unserer Schule im Cineplexxkino gemeinsam den Dokumentarfilm von Nina Kusturica "Little Alien" angesehen, mit anschließender Diskussion zusammen mit der Regisseurin und einem Protagonisten.   Inhalt des Filmes ist das Schicksal jugendlicher Asylsucher und ihrer Suche nach einem neuen Leben.

Die Klasse 1B hat sich im Unterrichtsfach Geschichte in der Folge mit dem Thema beschäftigt, welche Stationen in Innsbruck für Flüchtlinge relevant sind. Drei Studierende der Klasse haben sich bereit erklärt, an einem Samstag Vormittag den organisierten Stadtrundgang der Koordinationsstelle "FLUCHTpunkt" zu verfolgen, um die Informationen dann an die Mitstudierenden der Klasse weiterzugeben und einen kurzen Bericht darüber zu verfassen.

Leitung: Michaela Kogler-Lang

 

Wege eines Flüchtlings bis zum Asyl
Führung durch Innsbruck

Das Amt der Tiroler Landesregierung für Flüchtlingskoordination Innsbruck ist zuständig für die Aufteilung und Unterbringung der Flüchtlinge in der gesamten Region. Dort wird alles weitere an Organisation und Koordination gesteuert. Unterkunft, Verpflegung und Krankenversorgung werden dort geregelt. Die Anforderungen sind groß und vieles wird zur Zufriedenheit der Hilfesuchenden geregelt.
Vom Land werden rund 19 Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellten. Davon sind 13 Heime und 6 private Unterbringungen vorgesehen und weitere werden vom Bund unterstützt.
Die Neuankömmlinge, kommend aus den Erstaufnahmestellen Traiskirchen in Niederösterreich und Thalham in Oberösterreich, werden von der Zentrale aus den entsprechenden Quartieren, Heimen und Gasthäusern zugewiesen.
Eine weitere Verbesserung bedeutet die seit kurzem bestehende Auflage, Personenakten anzulegen und Bescheide generell schriftlich zu verfassen. Dadurch ergibt sich für die Asylwerber/innen die Möglichkeit von Berufungen im Falle einer Abschiebung.

 

Flüchtlingskoordination-Meinhardstraße 8

Flüchtlingskoordination-Meinhardstraße 8

vor der Flüchtlingskoordination-Meinhardstraße 8



Bei der zweiten Station unserer Führung, ging es um die Sicherheitszonen. In diesen Zonen ist es der Polizei erlaubt uneingeschränkte Personenkontrollen durchzuführen. Sollte man keinen Ausweis bei sich haben, ist es der Polizei erlaubt, denjenigen gleich in die Polizeistation mitzunehmen. Dort wird über die jeweilige Herkunft ermittelt. Sollte dies nicht möglich sein, endet der Weg für denjenigen zunächst in der Schubhaft .

 

Sicherheitszone-Bahnhof/Innsbruck

Sicherheitszone-Bahnhof/Innsbruck

 

Bei der Schubhaft handelt es sich um eine "Sicherungshaft", die grundsätzlich über jene Menschen verhängt werden kann, die sich ohne Reisepass bzw. Visum oder Aufenthaltsgenehmigung in Österreich aufhalten. Die Schubhaft wird von der Fremdenpolizei ohne Haftprüfung ausgesprochen, mit dem Ziel, Abschiebungen durchzuführen. In eigenen Abteilungen von Justizanstalten wird die Schubhaft vollzogen und kann sich bis über einen Zeitraum von 6 Monaten erstrecken.

Der Verein "Menschenrechte Österreichs" ist zuständig für die Betreuung der Inhaftierten. Seine Aufgabe bezieht sich nicht auf die rechtliche Beratung und Hilfestellung bei Haftbeschwerden, sondern sieht nur eine Rückkehrberatung der Flüchtlinge vor.

Sicherheitszone-Bahnhof    Schubhaft- Bundespolizeidirektion/Innsbruck

Schubhaft- Bundespolizeidirektion/Innsbruck


Es gab in Innsbruck auch einmal eine Lesestube, bei der Jesuitenkirche. Dort wurde versucht den Flüchtlingen Deutschkenntnisse anzueignen um sich auch ohne Paragraf 8 integrieren zu können. Nebenbei war dies auch ein Ort der Zuflucht da es der Polizei hier nicht erlaubt war einzudringen. Leider ist diese Anstalt seit geraumer Zeit geschlossen, es gibt in Innsbruck aber trotzdem diverse Jugendzentren die sehr bemüht sind den Flüchtlingen zu helfen.

Ehemalige Lesestube-Jesuitenkirche/Innsbruck

Ehemalige Lesestube-Jesuitenkirche/Innsbruck

 

 

Wie verläuft ein Asylverfahren?

 

Ein Asylantrag muss in einem der drei Erstaufnahmezentren gestellt werden. Dabei handelt es sich um das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen im Bundesland Niederösterreich, in Thalham im Bundesland Oberösterreich und am Flughafen Wien Schwechat. Asylanträge können auch bei der Polizei gestellt werden, wenn Fremde von der Polizei auf der Straße aufgegriffen werden. Äußern diese den Wunsch Asyl zu beantragen, werden diese von der Polizei zunächst festgenommen und nachher in das nächstliegende Aufnahmezentrum gebracht, wo der Asylantrag gestellt wird.

 

Dafür muss als Voraussetzung geklärt sein, ob Österreich für das Verfahren überhaupt zuständig ist. Sind die Asylwerber/innen bereits über einen Drittstaat oder einen anderen EU‑Staat nach Österreich eingereist, erklärt sich Österreich als unzuständig und die Asylwerber/innen werden in den jeweiligen Staat abgeschoben.

 

Sollte Österreich für das Verfahren zuständig sein, dann tritt die zweite Phase des Asylverfahren sein, d.h. das Asylgesuch wird inhaltlich überprüft. Wird über den Asylantrag positiv entschieden, erhalten Asylwerber/innen den Status eines anerkannten Flüchtlings, der sie zum unbefristeten Aufenthalt und zum freien Arbeitsmarktzugang berechtigt. Im Falle einer Situationsverbesserung im Herkunftsland oder bei Begehen einer Straftat, kann das Asyl aberkannt werden. Sollte über den Asylantrag negativ entschieden werden, so kommen die Asylwerber/innen in Schubhaft und werden in ihr Herkunftsland abgeschoben.

 

Das Bundesasylamt ist für die Asylverfahren zuständig. Im Falle von negativen Entscheidungen innerhalb eines Verfahrens, kann beim Asylgerichtshof Beschwerde eingelegt werden.

Text: Selim Kasapoglu, Milena Perner und Richard Triendl          Fotos: Laura Zisler

Sexueller Missbrauch und Kinderpornographie

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Sexueller Missbrauch und Kinderpornographie
ein Projekt der 4B im SS 2005

Gespräch

Mag. Christandl im Gespräch mit Dimitre Varbanov und Luisa Trenkwalder

Als Experten waren eingeladen:

Mag. Kampl (Kriminalpsychologe, KRIPO Innsbruck) und
Mag. Christandl (Psychotherapeut, Verein "Mannsbilder")

Zusammengefasst wurden die Gespräche von Michael Schrittwieser (4B).

Die Texte sind als Word-Dateien abrufbar:
Der lautlose Hilfeschrei (Missbrauch1.doc mit 26.112 Bytes)
Nur das mag ich halt nicht! (Missbrauch2.doc mit 26.624 Bytes)

Projektleitung: Karin Eliskases